| Einsatzart | Feuer im Gebäude, Menschenleben in Gefahr |
| Einsatzort | Kirchstraße, Warendorf |
| Alarmierung | Mittwoch, 17.02.2016, 19:12 Uhr |
| eingesetzte Kräfte |
Organisationen
Einsatzfahrzeuge
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Einsatzbericht
Zu einem ausgedehnten Zimmerbrand im ersten Obergeschoß mit Menschenleben in Gefahr in der Altstadt, kam es am Mittwochabend in Warendorf. Um 19:12 Uhr wurden die Löschzüge 1&2 sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug zu einem Mehrfamilienhaus in die Kirchstraße alarmiert. Bereits sieben Minuten nach der Alarmierung, waren zwei Hilfeleistungslöschfahrzeuge sowie der Leiter der Feuerwehr und sein Stellvertreter vor Ort. Bei Eintreffen hatten sich bereits einige Bewohner des Hauses, darunter auch Kinder selbstständig retten können. Ein weiterer Bewohner der betroffenen Wohnung im ersten Obergeschoß hingegen wurde noch vermisst. Umgehend wurde ein Innenangriff mit zwei Trupps unter schwerem Atemschutz mit Wärmebildkamera und jeweils mit einem C-Rohr eingeleitet. Die Drehleiter vom Standort Nord wurde zur Sicherung in Anleiterbereitschaft versetzt. Im weiteren Verlauf schmolzen durch die hohe Brandintensität die geschlossenen Rollladen und zeitgleich kam es zur Zerstörung der Fenster, in dessen Folge es zu einem Flammenaustritt am seitlichen Gebäudeteil kam. Diese konnten umgehend und erfolgreich von außen abgelöscht werden, damit sich die Flammen nicht auf den Dachstuhl oder benachbarte Gebäude ausdehnen konnten. Erst nach intensiver Suche konnte die vermisste Person gefunden und aus dem Gebäude gerettet werden. Sie musste noch vor Ort notärztlich und rettungsdienstlich reanimiert werden. Aufgrund der schweren Verletzung, hatte man sich zum Transport des Patienten in eine Spezialklinik für einen Rettungshubschrauber entschieden. Der Rettungshubschrauber landete gegen 21 Uhr auf dem Hubschrauberlandeplatz am Josephs-Hospital. Der Patient wurde mit Rettungswagen und Notarztbegleitung aus der Innenstadt zum Landeplatz transportiert. Zur Betreuung und Versorgung der anderen Bewohner kam noch das PSNV-Team (Psychosoziale Notfallversorgung) des DRK Warendorf sowie der Notfallseelsorger und ein dritter RTW zum Einsatz. Aufgrund des Verdachts von Rauchgasintoxikationen und Kreislaufschwächen, kamen insgesamt noch drei Personen nach rettungsdienstlicher Versorgung in verschiedene Krankenhäuser. Zum Eigenschutz der Einsatzkräfte und möglichen weiteren Verletzten, sind noch im Laufe des Einsatzes ein 2. Notarzt und zwei weitere Rettungswagen zu der Einsatzstelle nachgefordert worden. Der um 19:28 Uhr zusätzlich alarmierte Löschzug Milte kam im Bereich des Marktplatzes in Bereitstellung und zur Grundschutzsicherung. Der Kreisbrandmeister machte sich ebenfalls vor Ort ein Bild des Geschehens. Das Ordnungsamt Warendorf kümmerte sich um die Unterbringung der Bewohner. Um 21:17 Uhr konnten die ersten Feuerwehreinsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen und abschließend um 00:01 Uhr die Einsatzstelle der Polizei übergeben werden. Bis dahin hatte man die Brandstelle auf weitere Glutnester untersucht und erste Spuren gesichert. Unter der Einsatzleitung vom Löschzugführer Thomas Steinhoff waren 60 Einsatzkräfte mit dreizehn Fahrzeugen der Löschzüge 1&2 Warendorf, Löschzug 5 Milte sowie fünf Rettungswagen der Rettungswachen Warendorf und Sassenberg, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge vor Ort im Einsatz. Zur Entstehung des Brandes sind die Ermittlungen von der Polizei aufgenommen worden. Der genaue Sachschaden steht noch nicht fest, dürfte aber aufgrund des Schadensbilds erheblich sein. |
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